Intelligent Heizen

Die Zeiten ändern sich. Heute war eine Gasheizung das Non plus Ultra, morgen sitzen Sie ohne Heizung und müssen frieren. Der Grund: Russland droht die Gaslieferung zu verknappen. Das hat zur Folge, dass entweder die Gaspreise in unbekannte Höhen steigen, oder die Gaslieferung an einigen Orten ganz eingestellt wird.

Die Zeiten ändern sich. Heute war eine Gasheizung das Non plus Ultra, morgen sitzen Sie ohne Heizung und müssen frieren. Der Grund: Russland droht die Gaslieferung zu verknappen. Das hat zur Folge, dass entweder die Gaspreise in unbekannte Höhen steigen, oder die Gaslieferung an einigen Orten ganz eingestellt wird.

Wie wäre es, lieber Leser, gäbe es ein Heizsystem, bei dem Sie flexibel sind, welche Heizquelle Sie verwenden, bei dem Sie obendrein Energie sparen und Solarenergie nutzen können? Wäre das was für Sie? Gut, dann im Einzelnen:

Maximal flexibel

Die Idee ist folgende: Stellen Sie sich vor, die Wärme aus Ihrer Wärmequelle (Gas- oder Ölofen, Solaranlage oder Kamin usw.) würde nicht direkt zu den Heizkörpern fließen, sondern in einen großen Speicherkern. Von dort aus würde man bei Bedarf die Wärme für die Heizkörper und Warmwasser entnehmen. In diesen Speicherkern können alle nur erdenklichen Wärmequellen einspeisen. Das können die oben genannten sein, aber z.B. auch elektrische Heizstäbe (Nachtspeicher-Heizung), Abwärme von Geräten oder was Ihnen noch einfallen mag. Hier ist man maximal flexibel.


Das Problem

Neben der Flexibilität hat dieses Konzept noch einen anderen ganz wesentlichen Vorteil: Die Einschaltzyklen Ihres Brenners werden erheblich reduziert, Sie sparen bis zu einem Drittel an Treibstoff.

Der Hintergrund ist folgender: Ihr Gas- oder Ölofen hat eine so genannte „Schornsteinfeger-Taste”. Diese drückt der Schornsteinfeger, wenn er die Abgaswerte messen will. Diese Taste lässt den Brenner mindestens 10 Minuten laufen, so dass die Betriebstemperatur erreicht wird. Macht er es nicht so, wären die Abgaswerte so schlecht, dass der Kessel sofort stillgelegt werden müsste. Fragen Sie mal ihren Schornsteinfeger das nächste Mal. Aber: haben Sie mal Ihren Ofen beobachtet? Nein? Sollten Sie aber mal machen. Vor allem in der Übergangszeit. Sie können beobachten, dass der Ofen immer nur für wenige Minuten anspringt und dann wieder erlöscht. In dieser Zeit erreicht er praktisch nie seine Betriebstemperatur. Er bläst sehr schmutzige Abgase aus einer suboptimalen Verbrennung in die Luft. Das ist für die Umwelt nicht gut und auch nicht für Ihren Geldbeutel. In den Abgasen befinden sich jede Menge unverbrannter Kohlenwasserstoffe, Energie, die Sie teuer bezahlt haben. Finden Sie das gut? Haben Sie es gewusst? Sicher nicht.

Es gibt zwei Lösungsansätze für dieses Problem. Der erste sind High-Tech-Öfen der großen Ofenhersteller. Hier versucht man den Ofen so zu bauen, dass er nicht nur die Zustände AN und AUS kennt, sondern auch noch Zwischenstufen für geringere Leistungen. Allerdings funktioniert es nur unzureichend. Es müsste nämlich der Brennraum mit der Leistungseinstellung in der Größe angepasst werden. Der zweite Aspekt ist der, dass nun der Ofen nicht mehr für eine einzige Leistungsabgabe optimiert wird, sondern – ähnlich wie beim Automotor – für ein ganzes Spektrum von Leistungsstufen. Was denken Sie, welcher Ofen den besseren Wirkungsgrad hat? Der, der für ein breites Leistungsspektrum optimiert wurde, oder der, den man nur in einer einzigen Einstellung betreibt? Und was glauben Sie, welcher der günstigere Ofen ist? – Richtig! Der einfache Ofen mit einer einzigen Leistung ist sehr viel günstiger und verbrennt wesentlich besser. Und viele Teile, die kaputtgehen könnten, hat er erst gar nicht.


Die Lösung – Von der Natur gelernt

Karyon Speicherkern
Der zweite Lösungsansatz ist direkt der Natur abgeschaut. Auch in der Natur können die Energien (auch das Wasser) selten so verwendet werden wie sie auftreten. Daher speichert die Natur, um eine Verteilung auf andere Zeiten zu ermöglichen. Das ist ein allgegenwärtiges Naturkonzept.

Übertragen wir dieses auf die Heizung: Wir speisen unsere Wärme aus dem Ofen (und vielleicht auch der Solaranlage) in einen Speicher-Kern. Dieser ist ein einfacher Stahlbehälter mit z.B. 2 m³, welcher drucklos betrieben wird und sehr gut isoliert ist. Die Wärmeeinspeisung erfolgt per Wärmetauscher. Nun können wir den billigsten Ofen nehmen, und trotzdem sind unsere Abgaswerte besser als bei den besten High-Tech-Brennern ohne Speicher. Wie kommt das? Wenn der Brenner startet, schaltet er sich für Stunden ein und anschließend für Stunden oder gar Tage wieder aus. Er erreicht immer seine Betriebstemperatur und brennt optimal. Und da Sie praktisch nun keine unverbrannten Kohlenwasserstoffe mehr in den Abgasen haben, sparen Sie sogar bis zu einem Drittel an Energie.

So können Sie auch mit einem oder mehreren Modulen und einer entsprechend groß dimensionierten Solaranlage die Wärme für eine ganze Woche Heizung und Warmwasser an einem einzigen sonnigen Wintertag speichern. Die Natur ist intelligent. Schauen wir hin und lernen wir daraus.


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Dieser Bericht über den KARYON wird fortgesetzt. … (Karyon, griech. = Kern)

Wir bieten ihnen gerne eine ausführliche Beratung. Im norddeutschen Raum können wir Ihnen auch so eine Anlage aufbauen. Wenn Ihr alter Ofen noch gut ist, er aber wegen der Abgaswerte raus müsste, dann behalten sie ihn und bauen einen Karyon ein.

© 2005 by Gerhard A. E. Uhlhorn
Jegliche Verwendung dieses Textes und des Bildmaterials bedarf einer schriftlichen Genehmigung des Autors. Diese erteile ich aber gerne auf Anfrage. www.uhlhorn-agentur.de und www.uhlhorns.de